Ein kunstvoller Jahreskalender entfaltet sich, inspiriert von herausragenden Künstlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts, jede mit einem kraftvollen Zitat als Leitmotiv.
Charlotte Salomon (1917 – 1943) war eine bedeutende deutsche Malerin, deren Werk in der Zeit des Nationalsozialismus entstand und posthum große Anerkennung fand.
Salomon wurde in Berlin geboren und wuchs in einer künstlerisch interessierten jüdischen Familie auf. Schon früh zeigte sie ein Interesse an der Malerei und wurde an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin ausgebildet. Ihre künstlerische Entwicklung fand unter den schwierigen Bedingungen der nationalsozialistischen Verfolgung statt, was ihr Werk stark beeinflusste. Zudem litt sie unter der belastenden familiären Situation, da sowohl ihre Mutter als auch ihre Großmutter durch Selbstmord starben, was tiefe Spuren in ihrem emotionalen und künstlerischen Leben hinterließ.
Ihre Serie „Leben? Oder Theater?“ erzählt in mehr als 700 Gouachen eine halb-autobiografische Geschichte, die Elemente aus ihrem eigenen Leben und der damaligen politischen Situation vermischt. Durch expressive Farben, kühne Kompositionen und eine innovative Kombination von Bild und Text schuf sie ein bewegendes Dokument ihrer Zeit, das sowohl ihre persönliche Geschichte als auch universelle Themen des Lebens, der Liebe und der Kunst behandelt. Die Serie gehört zu den bemerkenswertesten Kunstwerken des 20. Jahrhunderts.
Charlotte Salomon wurde 1943 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Ihr Werk hat bis heute eine kraftvolle Präsenz und hinterlässt einen bleibenden Eindruck in der Welt der Kunstgeschichte.
Die Kunstwelt des 19. und frühen 20. Jahrhunderts war von Geschlechterstereotypen durchzogen, die den Künstlerinnen den Zugang zu einer umfassenden Ausbildung und Anerkennung erschwerten. Die Serie „Künstlerinnen“ soll nicht nur einen Blick auf die künstlerische Meisterschaft werfen, sondern auch auf die Herausforderungen, denen Künstlerinnen in vergangenen Jahrhunderten und bis heute gegenüberstanden. Eine Hommage an kraftvolle Frauen, die Barrieren überwunden haben, und eine Erinnerung an die fortwährende Relevanz ihrer Kunst.
Linoldruck „Charlotte“
Linoldruck ist eine Hochdrucktechnik, bei der ein Motiv in eine Linoleum- oder Gummiplatte geschnitten wird. Nach dem Schnitzen wird die Platte eingefärbt und auf Papier oder Stoff gedruckt, wodurch ein wiederholbares Kunstwerk mit markanten Strukturen, Artefakten und zufälligen Farbeffekten entsteht. Der handwerkliche Prozess liefert einzigartige, plakative Drucke mit charakteristischer Textur.
Beim mehrfarbigen Druck entstehen durch die Anlage per Hand leichte Passerungenauigkeiten. Dieser leicht irritierende Effekt verstärkt für mein Empfinden zusammen mit dem changierenden Farbauftrag die kraftvolle Wirkung des Motivs und unterstreicht die vielschichtige Persönlichkeit der Künstlerin Charlotte Salomon.
Dieser Linoldruck ist als Reduktionsdruck in limitierter Auflage von 14 Exemplaren hergestellt. Zuerst wurden die gelben Elemente gedruckt, die später weiß erscheinenden Teile sind herausgeschnitten. Nach dem ersten Druckvorgang musste die Farbe trocknen, danach habe ich die Platte weiter bearbeitet und nur noch die blau druckenden Elemente stehen gelassen. Dabei entsteht eine sogenannte „verlorene Platte“, also eine Linolplatte, die nur für einen einzigen Druckvorgang verwendet wird. Das macht jeden Druck einzigartig und besonders wertig.
Die Drucke werden ohne Zubehör verkauft, Rahmen, Leisten etc. sind nicht im Lieferumfang enthalten.